Entstehung des BIFOA

Die sechziger Jahre brachten für viele Unternehmen ganz neue Herausforderungen mit sich. Mit den ersten Entwicklungen der Computertechnologie eröffneten sich bislang ungeahnte Möglichkeiten der Informationsverarbeitung und der Automatisierung von Handlungsabläufen.

Die Nutzung dieser Möglichkeiten setzte eine grundlegende Neuorientierung der Unternehmensorganisation voraus. Damit sah sich auch die Betriebswirtschaftslehre als Wissenschaft mit neuen Aufgaben konfrontiert.

Diese weitreichenden Herausforderungen haben Prof. Dr. Dr. h.c. mult Erwin Grochla und Prof. Dr. Dr. h.c. Norbert Szyperski als eine der ersten erkannt. Sie haben sich nicht nur in ihren wissenschaftlichen Werken diesen Fragen gewidmet, sondern bereits sehr früh die Notwendigkeit der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis erkannt und gefordert.

Mit der Gründung des Fördervereins und des Betriebswirtschaftlichen Institutes für Organisation und Automation (BIFOA) an der Universität zu Köln schufen sie hierfür die institutionelle Grundlage. Über viele Jahre hat das BIFOA mit großem Erfolg die Rolle eines Zentrums für den Gedanken- und Erfahrungsaustausch zwischen Universität und Unternehmenspraxis eingenommen.

 Der Förderverein hat sich zum Ziel gesetzt, die betriebswirtschaftliche Forschung und Lehre an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln sowie die wissensbasierten und technologieorientierten Ausgründungen aus den Hochschulen und Forschungseinrichtungen in der Region Köln inhaltlich und finanziell zu unterstützen. Diese Förderung wird durch Unternehmen aus der Wirtschaft sowie durch Verbände, Vereine und Privatpersonen geleistet.

Forschungsschwerpunkte

Das Präsidium des BIFOA-Fördervereins hat auf Empfehlung des wissenschaftlichen Kuratoriums eine Festlegung der Forschungsschwerpunkte erarbeitet. Hiernach sollen sich die zu fördernden wissenschaftlichen Arbeiten in Anlehnung an die traditionellen Handlungsfelder des BIFOA im Wesentlichen mit folgenden Forschungsschwerpunkten auseinandersetzen:

  1. Gestaltung der Informations- und Kommunikationstechnologie für Unternehmen aus wissenschaftlicher und praxisorientierter Sicht.
  2. Unternehmensentwicklung als permanenter Prozess zur Erhaltung bzw. Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit.
  3. Innovative Unternehmensgründungen mit wissenschaftlichem Hintergrund.

Innerhalb dieser drei Forschungsschwerpunkte soll folgenden Themengebieten eine besondere Bedeutung beigemessen werden:

  • Entwicklung innovativer Unternehmensmodelle (z.B. on shore-, near shore-, off shore-Strukturen) vor allem für die Branchen Telekommunikation, Informationstechnologie, Medien, Entertainment und Security
  • Entrepreneurship, Unternehmensentwicklung (z.B. Gestaltungsmöglichkeiten der Unternehmensnachfolge bei Familienunternehmen) und Insolvenzforschung
  • Unternehmenskooperationen und Wissenstransfer im internationalen Kontext
  • Critical „soft“ success factors (Bedeutung “weicher” Erfolgsfaktoren für Unternehmen)

Das BIFOA unterstützt darüber hinaus das Entrepreneurship Center Köln mit dem Ziel, das Angebot zur Ausgründung aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu erweitern sowie das Unternehmertum in der Region Köln zu fördern.